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Anthropozentrische Fehleinschätzungen |
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Das alles entscheidende Problem bei der Bewältigung anstehender
gesellschaftlicher Probleme national wie weltweit ist das
unüberwindbare Phänomen des Irrationalismus und Idealismus.
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Lutz Geldsetzer:Wissenschaftstheoretiker
"Idealistische Anthropologien tendieren dahin, den Menschen als reines
Geistwesen zu definieren... Die realistischen Anthropologien sind durchweg
naturalistisch, d.h. sie sehen das Wesen des Menschen in einem gemeinsamen
Zuge, den er mit der Natur oder einem ihrer Bereiche gemein hat."
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Wolf Singer:
"Dass die Inhalte des einen Bereichs aus den Prozessen des anderen
hervorgehen, muss ein Neurobiologe als gegeben annehmen. Insofern muss,
aus der Dritte-Person-Perspektive betrachtet, das, was die
Erste-Person-Perspektive als freien Willen beschreibt, als Illusion
definiert werden. Aber »Illusion« ist, glaube ich, nicht das
richtige Wort, denn wir erfahren uns ja tatsächlich als frei... Beim
freien Willen ist es doch so, dass wohl fast alle Menschen unseres
Kulturkreises die Erfahrung teilen, wir hätten ihn. Solcher Konsens
gilt im Allgemeinen als ausreichend, einen Sachverhalt als zutreffend zu
beurteilen. Genauso zutreffend ist aber die konsensfähige Feststellung
der Neurobiologen, dass alle Prozesse im Gehirn deterministisch sind und
Ursache für eine jegliche Handlung der unmittelbar vorangehende
Gesamtzustand des Gehirns ist. Falls es darüber hinaus noch
Einflüsse des Zufalls gibt, etwa durch thermisches Rauschen, dann
wird die je folgende Handlung etwas unbestimmter, aber dadurch noch nicht
dem »freien Willen« unterworfen."
Und nun muss man sich die Frage stellen, inwieweit eine demokratisch
gewählte Regierung, deren Wahlvolk und Politiker das menschliche
Sein allein aus der Erste-Person-Perspektive betrachten --
man sehe die
Lieblingsliteratur der Deutschen
--, Gesetze auch jenen vorschreiben kann, die zumindest ihre
persönliche Existenz auch aus der Dritte-Person-Perspektive erkennen.
--- Ein ethisches Problem!
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